Für gerechtere, zukunftssichere Pensionen!

Positionspapier, Fassung Juni 2019, Attac Österreich

Österreichs Pensionssystem wird von vielen Ländern als beispielhaft betrachtet. Verbesserungen und Korrekturen zur Anpassung an neue Gegebenheiten sind trotzdem notwendig, vor allem, um das bewährte Umlagesystem als Garant der Pensionen über Jahrzehnte zu erhalten und um Altersarmut zu verhindern. Ziel muss es sein, das Pensionssystem nicht nur langfristig stabil, sondern sozial gerecht zu gestalten, sodass für die jeweils pensionsberechtigte Bevölkerung ein menschenwürdiges soziales Leben gewährleistet ist. „Für gerechtere, zukunftssichere Pensionen!“ weiterlesen

Ich als mündiger Bürger…

Gabriel Fauner, Zukunft Mitverantworten, SenAttac - 05.06.2016 - 14.5.2019

Manifest des mündigen Bürgers

RechteRegelnImmer wieder wird in der Volkswirtschaftslehre und von den Hohenpriestern der neoliberalen Glaubenslehre gepredigt, dass der selbstbestimmte, rundum informierte Bürger ja frei und selbstbewußt entscheiden könne, ob und welches Produkt er kaufen will. Deshalb sei es ganz in Ordnung, dass alle Produkte in den Regalen der Kaufhäuser und Supermärkte stehen, von den besten Qualitätsprodukten bis zur umwelt- und gesundheitsschädlichen Ramschware. „Ich als mündiger Bürger…“ weiterlesen

Zum 10. Jahrestag der Finanzkrise

Peter Fleissners ABCDarium

Nach dem marxistischen Verständnis von Wirtschaft gehören Krisen zum Kapitalismus wie das Amen zum Gebet. Dafür ist die so genannte Anarchie der kapitalistischen Produktion verantwortlich, die einem Unternehmen egoistische Entscheidungen zur Gewinnmaximierung erlaubt, ohne auf die anderen Unternehmen oder die Bevölkerung Rücksicht zu nehmen. Bekannt wurde die Tulpenkrise in den Niederlanden zwischen 1634-37.   Im 19. Jahrhundert brachen die Wachstumsraten alle 7 bis 10 Jahre ein. Während diese Krisen eher lokale Auswirkungen hatten, kam es 1857 zur ersten Weltwirtschaftskrise, die ihren Ausgang von New York City nahm. Als dort eine Bank ihre Zahlungen einstellte, kam es zu einer Kettenreaktion von Zusammenbrüchen, die sich rasch über die gesamte Welt ausbreiteten. Die Finanzzentren Europas und Amerikas waren besonders stark betroffen. In den 1870er Jahren kam der nächste Krisenschub: Das Ende des Booms der Gründerzeit in Österreich und Deutschland, der zeitgleich mit einer US-amerikanischen Wirtschaftskrise erfolgte, führte zu einer langdauernden Stagnation in allen entwickelten Ländern der Erde. „Zum 10. Jahrestag der Finanzkrise“ weiterlesen

Krise in der Laien-Pflege?

Peter Fleissners ABCDarium 

Obwohl Tobias Thomas vom Thinktank Eco Austria1 auf der letzten Bundesratsenquete zum Thema „Zukunft der Pflege“ behauptete, dass es keine Pflegekrise in Österreich gibt, musste er nach und nach doch die folgenden Tatsachen aussprechen: Wegen der niedrigen Geburtenrate werde es in Zukunft nicht mehr den nötigen Nachwuchs für die häusliche Pflege geben. Zwar sei die Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf „in weiten Teilen gelungen, von Pflege und Beruf aber nicht“. Außerdem wären die „geringen Kosten der 24-Stunden-Betreuungskräfte nicht in Stein gemeißelt“. Im Gegenteil: Das Lohnniveau in den Herkunftsländern ist stark angestiegen, wodurch die Betreuungskräfte rar werden. Eine professionelle Betreuung im Pflegeheim statt in den eigenen vier Wänden kostet aber viel mehr: Ein Pflegeheimplatz ist laut Thomas siebenmal teurer als Pflege daheim2.

„Krise in der Laien-Pflege?“ weiterlesen

Vermögenskonzentration gefährdet den sozialen Frieden und die Demokratie

Das Vermögenswachstum der 1% Reichsten durch Steuern bremsen reicht nicht für eine enkeltaugliche Gesellschaftsentwicklung

H. Peter Degischer - Zukunftmitverantworten - 11.4.2018

Die Vermögensentwicklung in Österreich zeigt ein stetiges Wachstum aufgrund der Wert-steigerungen der Immobilien und der meisten Finanzprodukte. Da es keine Vermögens-steuer gibt, muss das Vermögen der österreichischen Haushalte mittels Umfragen geschätzt werden, was vor allem für die größten Vermögen ungenaue Daten liefert. „Vermögenskonzentration gefährdet den sozialen Frieden und die Demokratie“ weiterlesen

Die (linke) Angst vor der schwarzen Null

von Gabriel Fauner - zukunftmitverantworten.org

Seit den Zeiten des Herrn Schäuble geht in Deutschland, ja in Europa, das Gespenst der Schwarzen Null um. Auch die österreichische Regierung denkt daran, (mit Hilfe der Neos) die Schwarze Null in die Verfassung zu schreiben. „Die (linke) Angst vor der schwarzen Null“ weiterlesen

Elegie auf die Regierung

Aus dem Band „Im Garten der Gefühle“ 
von Gerhard Kofler, ©2018 RenMai Verlag 
(Worthäufigkeit im VP-FPÖ-Regierungsprogramm 2017)

In Eurem neuen smarten Regierungsprogramm
ruft Ihr „Führer“ lautstark und ohne Scham
ganze zweihundertzehn Mal den SCHUTZ heran.

Um uns zu täuschen? – Wer hat wem was getan?
Das türkis-moderne Wort DIGITAL
gibt’s flotte hundertachtundachtzig Mal. „Elegie auf die Regierung“ weiterlesen

Digitalisierung und Ungleichheit

Peter Fleissners ABCDarium
gekürzter Nachdruck aus der Volksstimme 11, November 2017: 50-53
In [kursiv] die ursprünglichen Fußnoten.

Ruhe vor dem Sturm?

Die letzten Wochen vor der Wahl waren von wirtschaftlichem Optimismus geprägt. Noch-Bundeskanzler Kern schmückt sich auf seiner Homepage noch immer mit den Worten: „Wir haben den Aufschwung geschafft“, „Digitalisierung und Ungleichheit“ weiterlesen

Verschärfung der Bestimmungen für Arbeitslose – was steckt hinter der Debatte?

Simon Theurl, 17. November 2017
Referent in der
Abteilung Arbeitsmarkt und Integration 
der AK Wien; BEIGEWUM-Vorstand; 
Lektor an der FH des BFI Wien.

Wir übernehmen diesen Beitrag unverändert von der Website blog.arbeit-wirtschaft.at

In der öffentlichen Debatte wird zunehmend eine Verschärfung der Bestimmungen für Arbeitslose gefordert. Weil Arbeitslosigkeit dem fehlenden Arbeits- bzw. Leistungswille geschuldet sei, ließe sich das Problem der Arbeitslosigkeit (u. a.) durch die Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose lösen. „Verschärfung der Bestimmungen für Arbeitslose – was steckt hinter der Debatte?“ weiterlesen

Verantwortung ist tragbar – Schluss mit Kinder- und Zwangsarbeit in T-Shirts & Co.

Peter Degischer
http://www.schandfleck.or.at/nesove/

Bericht über eine Podiumsdiskussion am 26. September 2017 im Albert-Schweitzer-Haus, Wien

In der Podiumsdiskussion des Karl-Renner-Instituts waren sich alle Beteiligten einig, dass diese Forderung der UNO-Kinderrechtskonvention

https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Kinderrechtskonvention

und der Vereinbarungen der Internationalen Arbeitsorganisation

http://www.ilo.org/global/topics/child-labour/lang–en/index.htm)

endlich umgesetzt werden sollten. Karin Lukas vom Boltzmann-Institut für Menschenrechte musste hingegen feststellen, dass der Aufforderung der EU-Kommission, eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht der Unternehmen in nationalen Gesetzen zu verankern, dass sie einklagbar wird, nur in Frankreich für dessen größte Unternehmen entsprochen wurde. „Verantwortung ist tragbar – Schluss mit Kinder- und Zwangsarbeit in T-Shirts & Co.“ weiterlesen