Verschärfung der Bestimmungen für Arbeitslose – was steckt hinter der Debatte?

Simon Theurl, 17. November 2017
Referent in der
Abteilung Arbeitsmarkt und Integration 
der AK Wien; BEIGEWUM-Vorstand; 
Lektor an der FH des BFI Wien.

Wir übernehmen diesen Beitrag unverändert von der Website blog.arbeit-wirtschaft.at

In der öffentlichen Debatte wird zunehmend eine Verschärfung der Bestimmungen für Arbeitslose gefordert. Weil Arbeitslosigkeit dem fehlenden Arbeits- bzw. Leistungswille geschuldet sei, ließe sich das Problem der Arbeitslosigkeit (u. a.) durch die Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose lösen. „Verschärfung der Bestimmungen für Arbeitslose – was steckt hinter der Debatte?“ weiterlesen

Ein gerechtes Pensionsmodell

Diskussion am 19. September um 19 Uhr im Wirtschaftsmuseum

Es diskutierten über mögliche Reformen des derzeitigen Pensionssystems:
Johannes Klotz, Statistik Austria,
Markus Knell, Österr.Nationalbank,
Christa Chorherr, Buchautorin,
Bernd Marin, Europäisches Bureau für Politikberatung und Sozialforschung.
Moderation: Brigitte Schimmerl, SeniorInnen-ATTAC
Freie Zusammenfassung der Referate und der Diskussion: Peter Degischer

B. Schimmerl leitet damit ein, dass die Pensionsansprüche das einzige „Vermögen“ der unteren 80% der Gesellschaft sind.
Johannes Klotz:
Die Amtliche Statistik, wie Statistik Austria, beschreibt Massenphänomene und liefert Zahlen und Fakten für „Ein gerechtes Pensionsmodell“ weiterlesen

Verantwortung ist tragbar – Schluss mit Kinder- und Zwangsarbeit in T-Shirts & Co.

Peter Degischer
http://www.schandfleck.or.at/nesove/

Bericht über eine Podiumsdiskussion am 26. September 2017 im Albert-Schweitzer-Haus, Wien

In der Podiumsdiskussion des Karl-Renner-Instituts waren sich alle Beteiligten einig, dass diese Forderung der UNO-Kinderrechtskonvention

https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Kinderrechtskonvention

und der Vereinbarungen der Internationalen Arbeitsorganisation

http://www.ilo.org/global/topics/child-labour/lang–en/index.htm)

endlich umgesetzt werden sollten. Karin Lukas vom Boltzmann-Institut für Menschenrechte musste hingegen feststellen, dass der Aufforderung der EU-Kommission, eine menschenrechtliche Sorgfaltspflicht der Unternehmen in nationalen Gesetzen zu verankern, dass sie einklagbar wird, nur in Frankreich für dessen größte Unternehmen entsprochen wurde. „Verantwortung ist tragbar – Schluss mit Kinder- und Zwangsarbeit in T-Shirts & Co.“ weiterlesen

Arbeitszeitflexibilisierung: Wer mehr arbeitet, muss mehr ruhen

Offener Brief von Dr. Rudolf Karazman an die Bundesregierung, März 2017

IBG – Innovatives 
Betriebliches Gesundheitsmanagement
http://www.ibg.co.at/

Was als Arbeitszeit-Flexibilisierung diskutiert wird, ist beim gegenwärtigen Verhandlungsstand keine Flexibilisierung, sondern eine Arbeitszeit-Verlängerung. Es fehlen die Wahlmöglichkeiten der MitarbeiterInnen und die entsprechende Erholungszeit. Regelmäßige 12-Stunden-Dienste sollten mit einer 30 h Wochenarbeitszeit verbunden werden. „Arbeitszeitflexibilisierung: Wer mehr arbeitet, muss mehr ruhen“ weiterlesen

Alle Macht den Konzernen? Menschen vor Profit !

Ein Aufruf von FIAN, Dreikönigsaktion, Südwind, Attac, NeSoVe, GLOBAL 2000, ÖBV-Via Campesina, ÖGB und AK

Hintergrundinformation zum bindenden UN-Vertrag für Menschenrechte

Seit Jahren werden von der EU Kommission und den Mitgliedsländern der EU die Spielregeln der Wirtschaft im Interesse der Konzerne verändert – zu Lasten von Mensch und Natur – weltweit.

Während Konzerne ihre Interessen zunehmend mit einklagbaren Rechten gegen Staaten durchsetzen können, empfehlen Regierungen ihnen lediglich, Menschenrechte zu respektieren. „Alle Macht den Konzernen? Menschen vor Profit !“ weiterlesen

IWF: Höhere Steuern für Reiche können Ungleichheit verringern, ohne das Wachstum zu bremsen

Larry Elliott und Heather Stewart 
"theguardian" online 
von Mittwoch, 11. Oktober 2017
Übersetzung: Gabriel Fauner

Höhere Einkommenssteuern für die Reichen würden helfen, die Ungleichheit zu verringern, und zwar ohne negative Auswirkungen auf das Wachstum, sagt der Internationale Währungsfonds. „IWF: Höhere Steuern für Reiche können Ungleichheit verringern, ohne das Wachstum zu bremsen“ weiterlesen

Sozialleistungen im Mittelpunkt der Debatte – facts and fiction

Sarah Bruckner und Johannes Peyrl
blog.arbeit-wirtschaft.at
26. September 2017

In Österreich leben rund 1,3 Millionen ausländische Staatsangehörige (15,3 % der Gesamtbevölkerung). Die zahlenmäßig mit Abstand größte Gruppe sind Deutsche (knapp 182.000 Personen), gefolgt von SerbInnen (rund 118.000 Personen) und TürkInnen (mehr als 117.000 Personen). Auf den Plätzen vier bis zehn (in dieser Reihenfolge) liegen Bosnien und Herzegowina, Rumänien, Kroatien, Ungarn, Polen, Afghanistan, Slowakei.

„Sozialleistungen im Mittelpunkt der Debatte – facts and fiction“ weiterlesen

Was den Populisten vom Demagogen trennt

Barbara Blaha, Publizistin und Autorin,
leitet den Politkongress Momentum, 
der es sich zur Aufgabe macht, 
Politik und Wissenschaft zu verbinden
Aus: "Falter" 33/17 S. 6 (16.8.2017)

Linker Populismus heißt, möglichst vielen Menschen ihre sozialen Interessen bewusst zu machen und sie für die Politik zu aktivieren

Kaum stand im Mai der Neuwahlbeschluss fest, hob der immer gleiche Chor an. Fiskalratspräsident Felderer warnte vor „teuren Wahlzuckerln“. Der Rechnungshof mahnte einen „harten Sparkurs“ ein. „Was den Populisten vom Demagogen trennt“ weiterlesen

Wann sind Kandidatinnen oder Kandidaten fürs Parlament wählbar?

 Gerhard Kofler und Peter Degischer 
(Zukunftmitverantworten 15.9.2017)

Wir fordern von künftigen Parlamentsabgeordneten und der zu bildenden Regierung Zukunftspolitik statt Politikdarstellung für die Lobbys der Reichsten, die sich nicht zur Wahl stellen. Forderungen in den Wahlkampf einzubringen, ist das mindeste, was wir tun können, obwohl auf diese langfristigen Herausforderungen kaum eingegangen wird: „Wann sind Kandidatinnen oder Kandidaten fürs Parlament wählbar?“ weiterlesen

Ein gerechteres Pensionsmodell

wird vorgestellt und diskutiert

am Di.19.9.2017, 19:00 – 20:45

im Wirtschaftsmuseum,Vogelsanggasse 36, 1050 Wien

Mit

  • Christa Chorherr (Herausgeberin des Buches „Fressen die Alten den Kuchen weg?“)
  • Johannes Klotz (Statistik Austria, „Bildungsspezifische Sterbetafeln“)
  • Markus Knell (Ökonom, OeNB, „Solides, solidarisches Pensionskontensystem“)
  • Bernd Marin (Europäisches Bureau für Politikberatung und Sozialforschung)

Moderation:  Brigitte Schimmerl (SeniorInnen-Attac).

 Die Anpassung des Pensionseintrittsalters an die im Durchschnitt steigende Lebenserwartung wird vielerorts gefordert. Dabei wird oft die sozio-ökonomische Lebenserwartungs-Differenz übersehen: die durchschnittliche Lebenserwartung lag 2011/12 um für Männer mit Hochschulbildung um 7 Jahre und für Frauen mit Hochschulbildung um 2,8 Jahre höher als für Männer und Frauen mit Pflichtschulbildung. Eine einkommensspezifische Anpassung der Ersatzrate zwischen 60% und 90% könnte eine gerechtere Verteilung der Pensionsleistungen ermöglichen.

Was wären die Unterscheide zur aktuellen Praxis? Wie könnte so ein Modell umgesetzt werden? Wäre es kostenneutral? Wie stellt es sich im Ländervergleich dar?  Könnte es auch dazu beitragen, atypisch Beschäftigte vor der Altersarmut zu bewahren? Bräuchte es zusätzlich auch noch Änderungen auf der Beitragsseite?